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 Published: 04.09.2015 

Feierliche Eröffnung mit internationalen Gästen aus Wissenschaft, Industrie und aus dem Kreis der Patienten. Freitag, 4. September 2015, 16:30 Uhr, Paulinerkirche, Papendiek 14, 37073 Göttingen.

(umg) Seit April 2015 ist ein neues Institut für Neurorehabilitationssysteme an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) etabliert. Die Forschung am Institut für Neurorehabilitationssysteme reicht von der Grundlagenforschung über Biomechanik von Bewegungen und der Untersuchung neuromuskulärer Steuerung bis zur Anpassung aktiver Prothesen an die Bedürfnisse von Patienten. Geleitet wird das Institut von Prof. Dr. Dario Farina. Er hat seit 2010 eine Universitätsprofessur für Biomedizinische Neuroinformatik und -stimulation an der UMG inne und arbeitet seitdem mit seiner Arbeitsgruppe am Bernstein Zentrum für Computational Neuroscience (BCCN), Göttingen, Bernstein Fokus: Neurotechnologie (BFNT). Seine Forschung in Göttingen wurde in den letzten Jahren durch einen ERC advanced Grant umfangreich von der Europäischen Union gefördert.

Feierliche Eröffnung des Instituts für Neurorehabilitationssysteme 
Freitag, 4. September 2015, 16:30 bis 18:30 Uhr 
Paulinerkirche 
Papendiek 14, 37073 Göttingen

Medienvertreter sind zur Berichterstattung herzlich eingeladen.

Prof. Dr. Dario Farina ist ein international anerkannter Experte auf dem Gebiet der biomedizinischen Signalverarbeitung. Er befasst sich unter anderem mit der Entwicklung mathematischer Verfahren zur Gewinnung von Daten aus biomedizinischen Signalen, speziell der Analyse, Verarbeitung, Interpretation und Nutzbarmachung von Signalen, die im Zusammenhang mit motorischen Funktionen von der Skelettmuskulatur generiert werden. Mit seiner Forschungsgruppe entwickelt Prof. Farina Methoden zur Interaktion zwischen Mensch und Maschine unter Nutzung von Muskel-, Nerven- und Gehirnsignalen. Ziel ist es, Patienten mit motorischen Einschränkungen eine optimale Steuerung externer Vorrichtungen, wie z. B. Prothesen, zu ermöglichen.

Die Forschung am Institut für Neurorehabilitationssysteme der UMG ist translational ausgerichtet: Das Spektrum reicht von medizinischer Grundlagenforschung im Bereich der Neuroinformatik und motorischen Steuerung bis hin zu Medizinprodukten, die von Patienten im Alltag genutzt werden können. Um solche Ziele, wie die Verbesserung einer bewussten Steuerung von Prothesen aber auch eine nachhaltige Rehabilitation, z.B. nach Schlaganfällen, erfolgreicher gestalten zu können, werden am neuen Institut für Neurorehabilitationssysteme sowohl die nervalen Prozesse der Muskelbewegung als auch die Biomechanik der Muskulatur und der Gelenke menschlicher Extremitäten untersucht. Neben vielfältigen Experimenten verwenden die Forscher eine Vielzahl mathematischer Verfahren, um die komplexen Bewegungsprozesse Gesunder und Kranker zu simulieren. Der translationale Ansatz wird ermöglicht durch die Kooperation mit Partnern aus der klinischen Medizin und der Industrie, wie u. a. mit Ottobock HealthCare.

 

PROGRAMM

16:30 Uhr GRUSSWORTE 
Prof. Dr. Cornelius Frömmel, Gründungsprofessur Orthobionik, Universität Göttingen 
Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Präsidentin der Universität Göttingen 
Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand Forschung und Lehre, Universitätsmedizin Göttingen

 

MINI-SYMPOSIUM

Die Vorträge werden in englischer Sprache gehalten. 
Im Rahmen des Minisymposiums wird ein Interview mit einem deutschsprachigen Patienten geführt, der eine orthobionische Versorgung einer Hand erhalten hat

16:45 Uhr Interview with an amputee 
Patrick Mayrhofer
, Wien 

17:05 Uhr Scientific talk 
Prof. Dr. Richard Branemark, Department of Orthopaedics, Universität Göteburg 

17:25 Uhr Speech of the industry partner 
Dr. Hans Dietl, Chief Technology Officer, Ottobock Healthcare GmbH, Wien 

17:45 Uhr Speech of the European research council (ERC) 
Dr. Nicolas Voilley, Coordinator of the Neuroscience panels at the ERC 

18:00 Uhr Closing remarks 
Prof. Dr. Dario Farina,
 Direktor des Instituts für Neurorehabilitationssysteme, UMG 
Im Anschluss findet ein Empfang im Vorraum der Paulinerkirche statt.

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